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Der große Gatsby ♦ F. Scott Fitzgerald | Rezension

Der große Gatsby - Rezension

Der große Gatsby ♦ F. Scott Fitzgerald | Rezension
Dieses Buch hat den Ruf, eines der bedeutendsten Werke der amerikanischen Moderne zu sein. Unzählige Generation haben und werden Der große Gatsby in die Hand nehmen, es lesen und versuchen einen Hauch der Ausschweifungen, Dekadenz und des amerikanischen Idealismus der 1920er Jahre zu erhaschen. Doch konnte es mich überzeugen?

Der große Gatsby ♦ F. Scott Fitzgerald | RezensionTitel: Der große Gatsby
Originaltitel: The Great Gatsby
by F. Scott Fitzgerald
Reihe: SZ Bibliothek #4
weitere Bände: Traumnovelle
ISBN-13: 9783937793030
Verlag: SZ Bibliothek, veröffentlicht am 01. April 2004
Erstveröffentlichung: 10. April 1925
Genre: Fiction, Klassiker
Seiten: 187
Format: Hardcover
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Erworben durch: Weltbild Filiale
Hier erhältlich: Amazon
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My rating:

"Der große Gatsby" (1925) führt den Leser direkt ins New York der Goldenen Zwanziger. Jazzmusik, Wolkenkratzer, unerhörter Reichtum, finanzielle Leichtfertigkeit, Intrigen und grenzenlose Liebe - nichts fehlt in diesem meisterhaften Gesellschaftsportrait. Vor dem Hintergrund der lauten, wilden amerikanischen Moderne entfaltet der Roman die berührende Geschichte eines unheilbaren Romantikers. Früh schon erkennt der mittellose James Gatz, dass Erfolg eine Frage der Selbstdarstellung ist. Er beschliesst, dass aus dem "armen Gatz" der strahlende Jay Gatsby werden soll und spielt den Erfolgreichen, noch bevor er tatsächlich zu Reichtum kommt. Doch nicht alles läuft nach Plan. Während er als Offizier im Ersten Weltkrieg dient, verliert er Daisy Fay, eine Tochter aus reichem Haus, an einen Nebenbuhler. Aber so leicht gibt er nicht auf. Unweit ihres Hauses auf Long Island errichtet er eine traumhafte Villa, in der er rauschende Partys feiert in der Hoffnung, Daisy doch noch zurückzugewinnen. Eine Geschichte voller Intrigen, Betrügereien und Eifersucht beginnt.


Der große Gatsby ♦ F. Scott Fitzgerald

Synopsis

Sommer, 1922. West Egg, Long Island.
Hier spielt die Handlung um den geheimnisumwitterten Jay Gatsby. Aus der Sicht von Nick Carraway, einem jungen Mann, der sein Glück im Wertpapierhandel versucht, und Nachbarn von Gatsby schauen wir auf die Sicht der Dinge, die da passieren werden. Nick erzählt in der Ich-Erzählform über die vielen ausschweifenden Partys auf Gatsbys Anwesen und in wie die Gerüchteküche um den jungen Millionär brodelt. Denn Gatsby scheint einige Geheimnisse zu haben.

Doch all der Luxus und der Dekandenz die Gatsby umgeben, wird schnell klar, dass dieser Mensch kein glücklicher ist. Er ist einsam und sehnt sich nach der Liebe seines Lebens, welche auf der anderen Seite der Buch, in East Egg, lebt. Doch Daisy Buchanan ist mitlerweile verheiratet. Denn während der Zeit des Ersten Weltkrieges, in dem Gatsby in Frankreich gekämpft hat, und ihr das Warten wohl zu lang war, heiratete Daisy den ehemaligen Footballprofi Tom Buchanan. Doch Tom ist nicht der liebende Ehemann, der er vorgibt zu sein, denn er betrügt seine Daisy mit der Frau einen Tankstellenbesitzers, Myrtle.

Wie es der Zufall will, ist unser Erzähler Nick Carraway ein entfernter Cousin von Daisy und er schafft es, sie und Gatsby eines Tages wieder zusammenzuführen. Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse und die Tragik nimmt seinen Lauf.

Meinung

Die Welt erscheint jedem von uns auch mal trostlos und grau. Auch Gatsby hatte dieses Gefühl, schon in jungen Jahren. Er fühlte sich zu mehr berufen. Dazu, die Welt zu sehen, sie zu umarmen und voll auszukosten.
Und er tat, was er tun musste, um zu bekommen, was er begehrte. Doch im Inneren war ein größeres Begehren. Dieses Begehren bringt die Vergangenheit wieder und vielleicht wird es ihn alles kosten, was er hat, um diesem Begehren nachzugeben.

Der große Gatsby ist überwiegend eine Aneinanderreihung vieler unangenehmer und teils oberflächlicher Gespräche von Charakteren, die unbequemer und unsympathischer nicht sein konnten. Ich bin ehrlich, genauso stelle ich mir oft das Leben der Reichen und Schönen vor. (Familie K. aus den USA sind da für mich der beste Beweis.)

Ich konnte mich weder mit dem arglosen, stinkreichen Gatsby, noch mit der egoistischen und irrationalen Daisy anfreunden. So sehr ich hoffte, dass die beiden am Ende ihr Happy End erleben. Daisys Ehemann Tom ist nicht nur untreu, sondern auch noch ein Verfechter der Misogynie. Nick, der im ganzen Buch die einzige Person mit normalen menschlichen Emotionen ist, kam mir teils absolut verloren vor.

So rudern wir weiter gegen den Strom, unaufhörlich der Vergangenheit entgegen
Der große Gatsby

Hach, wenn doch nur der Rest dieser Geschichte eines so großartigen Schlusssatzes würdig wäre.

Cover: ★★★☆☆ 5/5
Plot: ★★★ 4/5☆
Charaktere: ★★☆☆ 2/5
Tempo: ★★★☆☆ 3/5
Schreibstil: ★★★ 4/5
Gesamt: ★★★ 2,8/5

Fazit

Ja, Mr Fitzgerald konnte zwar mit Worten umgehen, aber dieses Buch wird meiner Meinung nach einfach nur überbewertet. LeserInnen werden mit dem Schlagwort Klassiker angelockt. Doch mich hat dieser berühmte große amerikanische Roman nicht überzeugen können.

Diese Rezension findet ihr auch hier:

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2 Comments
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Tina
Gast
23 Tage zuvor

Oh, oh, da hat Gatsby echt nicht geliefert.
Ich bin gespannt, ob ich über meine Klassikerleserunde noch auf ihn stoßen werde. Wenn dem so ist, werde ich an deine Worte denken.

Viele Grüße
Tina

Member of The Internet Defense League
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