Der erste Federstrich
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Der erste Federstrich ♦ Mary E. Garner | Rezension

Der erste Federstrich ♦ Mary E. Garner | Rezension
Ein Buch über Bücher, Bücher und noch mehr Bücher. Eine wahnsinnig tolle Idee durch Wanderer in all diese Buchwelten zu portieren, welche uns so viele reizende Lesestunden beschert haben, und die vielen berühmten Protagonist*innen leibhaftig vor sich zu haben, mit ihnen zu sprechen und ein paar Abenteuer zu erleben.

Doch die Ernüchterung folgte recht schnell.

Der erste Federstrich
Der erste Federstrich
©lübbe

Ein Portal in die magische Bücherwelt
Ein geheimer Bund von Menschen und Romanfiguren

Eine Heldin mit einem machtvollen Talent

Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung Mrs. Gateway’s Fine Books verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart.: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr, und nur Hope kann sie retten!

Klappentext ©lübbe

Meinung

Handlung

Hope Turner ist eine einsame Frau. Sie hat keine Freunde, keine Beziehung und ihre Mutter, zu der sie immer ein enges Verhältnis hatte, lebt in einem Heim für Alzheimer Patienten. In Hopes Leben gibt es nur ihren Job bei einem Online-Dating Portal und ihre Liebe zu Büchern.
Eines Tages trifft sie auf Rufus Walker, welcher ihr eine Offenbarung über eine Welt neben der unseren, realen, Welt macht. Es gibt eine Bücherwelt, in der alle Buchwelten der geschriebenen und un-/veröffentlichen Bücher nebeneinander existieren. Ihre Protagonist*innen sind dabei genauso lebendig, wie die Menschen in der realen Welt.

Da Rufus die Hilfe von Hope benötigt, denn sie hat ein unbeschreibliches Talent, bringt er sie durch das einzige existierende Portal in einer kleinen, von außen unscheinbaren, Buchhandlung in die Zentrale der Bücherwelt. Dort trifft sie auf ihre ersten lebenden Buchfiguren, die Gehilfen von Rufus, und die Leiterin der Zentrale. Ihr wird offenbart, dass sie eine Verwandlerin ist. Denn nur Verwandler sind in der Lage die Wörter aufzuhalten, die sich immer schneller und schneller ins Buch der gelöschten Wörter schreiben. Und diese Wörter sind so voll Hass, Boßheit und Niedertracht, dass sie ernsthaften Schaden anrichten können.

Da war die Luft raus…

Bis zu diesem Punkt und noch ein paar Seiten mehr war ich regelrecht begeistert von der Geschichte. Doch dann baut das Buch stark ab und selbst bei der Hälfte des Buches gewinnt es nicht wieder an Fahrt. Es plätschert und dümpelt nur so vor sich hin. Was mir persönlich aufgestoßen ist, weil ich es einfach nicht mag, sind die sprechenden Tiere wie Lassie & Black Beauty. Ich finde das furchtbar. Ich kann mir auch solche Filme nicht ansehen.
Ein weiteres Manko, es geht irgendwie immer um die gleichen Bücher bei diesem Thema: Stolz und Vorurteil, Anna Karenina, Die Sturmhöre etc.pp. Puh, das nervt. Als ob es keine anderen Klassiker gibt, bei denen man sich bedenkenlos etwas abkupfern könnte. Denn ich denke, hier liegt ein springender Punkt.

Es geht um das Copyright. Denn nach deutschem Recht besteht der Urheberrechtsschutz für maximal 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers (in anderen Ländern sogar länger). Daher konnte die Autorin auch nicht in Welten wie die von Harry Potter, Throne of Glass, Twilight und so weiter, eintauchen. Aber der Fakt, dass eben so ein abgekautes Buch wie Stolz und Vorturteil zum Mittelpunkt benutzt wurde, fand ich ein wenig nervig.
Ich selbst habe diese Buch bisher noch nicht gelesen, es steht für 2021 auf dem Plan. Aber der Hype um dieses Buch und die zahlreichen Verfilmungen geht mir gewaltig auf den Keks. Warum das Buch auf meiner Liste für nächstes Jahr steht? Ich will mehr Klassiker lesen! 😉

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Der erste Federstrich kann erst wieder im späten letzten Viertel des Buches mit guter Spannung und Mystery auffahren, welche für mich aber das gesamte Buch, aufgrund von 50% gähnender Langeweile ab dem ersten Viertel, nicht mehr rumreißen konnte. Ein Pluspunkt hier, und dieser macht den entscheidenden 3. Stern meiner Bewertung aus, ich wurde mit einem richtig miesen Cliffhanger einfach so sitzen gelassen. Und jetzt möchte ich wirklich hoffen, dass der zweite Band der Reihe mich vom Gesamtkonzept überzeugen kann.

Fazit

Bewertung: 3 von 5.

Nach einer starken und interessanten Anfangsphase verliert sich das Buch in unwichtiges Geplapper und plätschert nur so vor sich hin. Ein spannendes letztes Viertel des Buches und ein Cliffhanger, den ich so hab nicht kommen sehen, konnten das Buch auf 3 Sterne retten.

Bibliographie

Der erste Federstrich

Titel: Der erste Federstrich
Reihe: Das Buch der gelöschten Wörter
Band: #1
Autorin: Mary E. Garner (↠ Website)
Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 416
Format: Paperback
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 30. April 2020
ISBN-13: 978-3-404-17980-0
Preis: €14,00
weitere Formate: eBook
Kategorie/Genre: Fantasy, Contemporary Fantasy

Das Buch der gelöschten Wörter – Die Reihe

  1. Der erste Federstrich
  2. Zwischen den Seiten
  3. Die letzten Zeilen
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Lesende Grüße,
RoXXie

Weitere Meinungen zum Buch

Ich habe das Buch gemeinsam mit Mona von Tintenhain in einer Goodreads Leserunde gelesen. Ihre Rezi findet ihr hier:

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